über Holger

Holger Carstens

staatl. gepr. Masseur und med. Bademeister

Berührungstrainer

Das Erleben einer tiefen Befriedigung durch Kuscheln führte mich zu der Erfahrung, das Kuscheln ein eigenständiges Bedürfnis ist, welches mit nichts anderem als mit Kuscheln zu befriedigen ist.

Ehrlich, das muss man einfach erlebt haben, sonst glaubt man es nicht!

Nachdem ich es erlebt habe, hat sich mein Leben entscheidend verändert…

Mein Weg zum Kuscheltrainer

Nach der Trennung von meiner Frau suchte ich nach Möglichkeiten, das Geschehene zu verstehen und zu verarbeiten. Eine Hellseherin empfahl mir, mich mit Tantra zu beschäftigen. Dabei lernte ich eine Frau kennen, die mir das Tanz-Studio Freitänzer zeigte. Dort sah ich zum ersten Mal in meinem Leben Leute, die Contact Improvisation tanzten, und ich sah Menschen, die nach dem Tanzen in kuscheliger Nähe einfach zusammen lagen.

Ich war fasziniert. Tief in mir spürte ich eine Sehnsucht und die Gewissheit, auf der richtigen Spur zu sein. Durch einen ausliegenden Flyer bekam ich die Informationen, wann und wo eine Kuschelparty stattfinden würde. An meine erste Kuschelparty kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber an das Gefühl, was sich nach einigen Besuchen bei mir einstellte: ein ganz tiefes, inneres Befriedigt-Sein. Und dabei war doch, rein äußerlich gesehen, fast gar nichts geschehen!

Mir wurde klar, daß ich bislang einem folgenschwerem Irrtum unterlegen war: ich hatte mein Bedürfnis nach Nähe und Berührung durch sexuelle Interaktion befriedigen wollen! Und das funktioniert genauso wenig, wie als wenn ich Durst durch Essen löschen will.

Nach einem besonders schönen Kuschelabend standen einige Teilnehmer in einem grossen Kreis zusammen und umarmten sich. Ich stellte mich einem Impuls folgend dazu und genoss das Gefühl der Verbundenheit. Dann wurde ich gefragt, ob ich auch mit zum Kuscheltrainer-Treffen nach Lamplstätt fahren würde. Ich antwortete: aber ich bin doch gar kein Kuscheltrainer. Darauf sagte Janaya, die den Abend mit angeleitet hatte: NOCH NICHT.

Im Nachhinein betrachtet war dies ein magischer Augenblick mit weitreichenden Folgen. Denn bei nächster Gelegenheit flog ich nach Berlin und machte ein Kuscheltrainer-Seminar bei Rosi Döbner. Nach einer späteren Kuscheltrainer-Fortbildung (diesmal war ich in Lamplstätt mit dabei!) ergab sich die Chance, als Co-Trainer   bei einer bestehenden Veranstaltung zu beginnen. Nun leite ich den Kuschel-Abend im Tanzstudio Ben in München in eigener Verantwortung und in eigener Regie.

Schon in jungen Jahren habe ich “Glück” als das Ziel meines Lebens erkannt.

Aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß ich, wie wichtig zum Glücklichsein die Befriedigung unserer Grundbedürfnisse ist. Und Kuscheln, als Form der “Berührung und Nähe an sich”, ist für Rudeltiere, die wir vom Ursprung her sind, ein essentielles Grundbedürfnis und praktisch durch nichts anderes zu ersetzen.

Aus dieser Motivation und diesem Wissen heraus gestalte ich jetzt meine Kuschel-Abende

  • einerseits als harmonische und beglückende Gelegenheit zum Kuscheln und sich Begegnen, und
  • anderseits als Möglichkeit, durch tiefgehende Erfahrungen neue Verhaltens-Möglichkeiten und Spielräume zu entdecken…